AUF DEUTSCH

Je m’appelle Dreyfus, je suis juive

Mein Name ist Dreyfus, ich bin Jude


Was habe ich gedacht als ich diese Worte an öffentlichen Plätzen in Paris im Juni 2013 anbrachte? Oder vielleicht genauer, was habe ich gefühlt? Und wie hätte ich wissen können, was für katastrophale Ereignisse sich auf den Strassen von Paris 2014 und 2015 ereignen würden?

Mit einer unheimlichen  Vorahnung erschuf ich eine Reihe zeitgenössischer Kunstwerke, die das heutige internationale politische Umfeld reflektieren. In den ersten Wochen des Jahres 2015 gab es weltweit als Reaktion auf die globalen Tragödien und Traumata eine überwältigende Welle der „Je suis“ Solidaritätsbekundungen: Je suis Charlie, je suis muslim, je suis juive and arabe, und so weiter...

Je m’appelle Dreyfus, je suis juive

Mein Name ist Dreyfus, ich bin Jude

2013, als ich in einer Künstlerkolonie im Marais, einem alten jüdischen Viertel, wohnte, begann mich etwas aufzuwühlen. Ich empfand ein geschärftes Bewusstsein für das Vermächtnis, den Namen Dreyfus zu tragen. In Frankreich war das ein Name von großer historischer Bedeutung, von Opfern, Heldentum und grassierendem Antisemitismus. Zugleich überkam mich das überwältigende Gefühl, den Jahrhunderten katastrophaler Ereignisse und den Banalitäten der alltäglichen Plätze, an denen sie stattgefunden hatten, so nahe zu sein.

Zum ersten Mal in meinem Leben stellte ich mich der kreativen Herausforderung, der ich jahrelang ausgewichen war, nämlich wie man Kunst über das komplexe Thema der europäisch-jüdischen Geschichte machen kann, aus persönlicher wie auch nicht-persönlicher Sichtweise, ohne sich die Geschichten anderer zu eigen zu machen oder sie zu imitieren, ohne Klischees, aber mit Authentizität und wirkungsvoller Darstellung.

„Je m’appelle Dreyfus, je suis juive“ ist eine ortsspezifische Kunstinstallation, die nationale und kulturelle Erinnerungen an Erfahrungen jüdischer Kinder zu Kriegszeiten wachruft, deren Familienleben zerstört wurde und deren Zuhause nicht mehr sicher war. Oft fehlen einem die Worte für die traumatischen Erfahrungen der Kinder, und ich habe versucht ihre Verluste darzustellen.

Meine künstlerischen Nachforschungen hatten sich bisher auf die Themen Scham und Ästhetik der Intimität  in der zeitgenössischen Kunst konzentriert. In Paris begann ich mich nun für die enge Verbindung zwischen Scham und Trauma zu interessieren, speziell für das verinnerlichte

Schamempfinden, das bei vielen Juden durch die Überlieferung traumatischer Erfahrungen von Generation zu Generation zu ihrer Identität geworden ist. Dieses Phenomän ist oft als ‚Postmemory‘(1), die Verbindung zwischen überlieferten Erinnerungen, Gefühlen und Verhaltensweisen von Opfern oder Gewalttätern an die nächsten Generationen, die das Trauma nicht selbst erfahren haben, beschrieben worden.

Dreyfus, Dreyfus, Dreyfus; der Name begegnete mir überall, sowohl im Zusammenhang mit dem Leben als auch mit dem Tod, angefangen mit der langen Liste der vielen Dreyfus‘, deren Namen in die Wand des Holocaust Memorial Museum eingraviert sind, bis hin zu den Statuen, Plätzen und Büchereien, die dem berühmten Kapitän Alfred Dreyfus gewidmet sind, sowie den Geschäften, Firmen, Kaufleuten, Anwälten und den echten Parisern, die meinen Namen tragen. Mir fielen die Erinnerungen meines Vaters und seines Bruders ein, denen als kleine Kinder die Flucht von Nazi-Deutschland nach Australien geglückt war.

Ich streifte durch die Straßen von Paris und suchte nach Plätzen und Zeichen wirklicher oder fiktiver Dreyfus‘, um etwas Unerreichbarem nahe zu kommen, die Oberfläche zu durchbrechen und damit zum Unmöglichen zurückzukehren, nämlich Erinnerungen zu wecken an die Erfahrungen all jener, die in dieser berühmten Stadt gelebt haben, gestorben sind und immernoch als Juden leben, und diese Erfahrungen wiederzuerzählen oder zu offenbaren.

Ich wählte Orte in Paris, die das psychologische Umfeld von Kindheitstraumata evozierten, Orte, die sich geschichtsträchtig anfühlten und solche, die es wirklich waren. Um die Verleugnung der Geschichte darzustellen, wurden die handgenähten, farbigen Buchstaben in nüchternen, architektonischen Räumen plaziert, die wenige Spuren vom alltäglichen Leben zeigten. Die Veränderung der Räume durch die Installation und durch die Wiederholung der Sätze unterbrach die ruhige Ordnung der Normalität und stellte so eine Beziehung zwischen Kindheit, Ort, Erinnerung und Trauma her.

In den Mörtel zwischen den steinernen Mauern eingesickert, hinter Kellertüren versteckt und in Treppenhäusern wartend dringen Sprache und Gefühle des Grauens  in die Köpfe und Herzen der Betrachter ein und machen sie betroffen. Die Präsenz des Fotografen und der „beharrlich abwesende, bezeugende Blick“(2) der Kamera liefern den Beweis, indem sie die realen oder fiktiven Ereignisse attestieren.

Intuitiv suchte ich alltägliche aber bedeutsame Orte, die mich irgendwie dem näher bringen sollten, was ich nicht wissen oder sehen konnte, sondern nur spürte und in meiner Erinnerung wachzurufen versuchte. Ich begann Kunstwerke zu produzieren, die Erinnerungen an die Vergangenheit wecken sollten, an Orten wie Treppenhäusern, Hausecken, schmalen Durchgängen und Türöffnungen. Dabei dachte ich ständig an die Kinder, die versteckt, deportiert oder ermordet worden waren.

Je m’appelle Dreyfus, ich bin Jude, veranlasst einen Dialog zwischen Sprache, Trauma und Selbstverständnis, indem es den Familiennamen und die Identität des Kindes groß geschrieben und sichtbar für alle präsentiert, wobei der Betrachter den physischen und psychischen Schmerz, der

darin innewohnte, bezeugen kann. „Ich bin Jude“ in der Öffentlichkeit, aber in kindlicher, bildlicher Sprache zu sagen, bedeutet auch ein mich Zurückziehen von dem was ich fühlte. Bei diesem Prozess ist laut Lauren Berlant „die Aussage monumental, und wenn man sie so machen würde wie man sie fühlt, würde das Bauwerk zerstört werden.“ (3)

Als zeitgenössische Künstlerin, die ihren inneren Drängen folgt, praktiziere ich meine Kunst an dem kreativen Ort, der als „Raum zwischen den tiefsten emotionalen Impulsen“ (4) bezeichnet wird. Ich glaube, dass zeitgenössische Kunst ein visueller, symbolischer Anstoß für das Publikum sein kann, Ideen und Gefühle über katastrophale Ereignisse zu verarbeiten und Raum zu schaffen, damit andere Worte in Erscheinung treten können und neue visuelle Erfahrungen vorstellbar werden.


Ella Dreyfus, 2014


Translation by Margot Seligmann, 2016
 

Je m'appelle Dreyfus, je suis juive 

​My name is Dreyfus, I am a Jew


Background to the artworks in English, German and French


EN FRANCAIS

Je m’apelle Dreyfus, Je suis juive

My name is Dreyfus, I am a Jew



À quoi pensais-je lorsque j’ai installé ces œuvres dans des lieux publics à Paris en 2013? Ou, peut-être, plus précisement, qu’ai-je ressenti ? Et comment aurais-je pu savoir que ces évènements catastrophiques se dérouleraient dans les rues de Paris en 2015?

Avec un pressentiment étrange, j'ai créé une série d'œuvres qui résonne avec l'environnement politique actuel, avec les tragiques massacres d’innocents en Janvier 2015 à la rédaction de Charlie Hebdo et à l’Hyper Cacher de la Porte de Vincennes, et tous les autres actes de violences commis contre les juifs en France et en Europe. Créees dix-huit mois avant ces évènements et après que la phrase Je suis Charlie suivie de Je suis juif, Je suis musulman deviennent un signe international de solidarité et d’identité, mes installations photographiques sont devenues prophétiques.

En 2013, alors que j’étais en residence à la Cité Internationale des Arts dans le Marais, quartier juif historique de Paris. Je pris intensément conscience de l’hérédité du nom de famille Dreyfus, nom à la lourde histoire en France, marqué de sacrifice, d’heroïsme et d’un antisémitisme insidieux. Ce sentiment se mêla à l'émotion de me trouver si proche de l’histoire et de lieux, aujourd’hui banals, dans lequels se sont déroulés nombres d’évènements funestes.

Pour la première fois de ma vie, j'ai relevé le défi créatif que j'avais éludé pendant des années: créer à partir de ce sujet complexe qu’est l'histoire juive européenne, de manière personnelle et objective, sans s'approprier ni imiter les récits d'autres, sans clichés, mais avec honnêteté et bienveillance.

Je m'appelle Dreyfus, je suis juive est une installation qui active les souvenirs nationaux et culturels en évoquant les épreuves des enfants juifs en temps de guerre, enfants dont les vies de familles furent brisées et les foyers à jamais menacés. Alors que les mots sont souvent absents pour exprimer les traumatismes de l’enfance, j’ai essayé, ici, de représenter ce manque.

Mes recherches artistiques de focalisaient précédemment sur le concept de honte et la représentation de l'intimité dans l'art contemporain. À Paris je me suis intéressée à la relation étroite entre honte et traumatisme et en particulier au sentiment de honte inscrite dans l’identité de certains Juifs par transmission intergénérationnelle de l’expérience traumatique.  Ce phénomène, souvent décrit comme “post-mémoire” définit la relation entre les souvenirs, les sentiments et comportements transmis par les victimes ou les auteurs de violences aux générations futures qui ne les ont pas vécues elles-mêmes.

Dreyfus, Dreyfus, Dreyfus, j'étais encerclée par ce nom aussi vivant que mort; les longues listes de Dreyfus gravées sur le Mur des Noms du Mémorial de la Shoah, des statues, parcs et bibliothèques dédiées à la mémoire du célèbre Capitaine Alfred Dreyfus jusqu’aux magasins et entreprises, commerçants, avocats et simples Parisiens qui portaient mon nom. En moi remontaient les souvenirs racontés par mon père, lorsqu’enfants, lui et son frère avaient fuis l'Allemagne nazie pour rejoindre l'Australie.

J’ai cherché dans les rues de Paris des lieux et des signes de Dreyfus, réels ou imaginaires, afin d'approcher l’insaisissable, percer la surface, retourner vers l’impossible pour me souvenir, dire et mettre au jour les experiences de ceux qui vécurent, moururent et vivent encore, comme Juifs dans cette ville illustre.

J'ai choisis des endroits de Paris qui évoquent l’atmosphère psychologique des traumatismes d'enfance et qui suggérent les évèments passés et les lieux dans lesquels ils se sont déroulés. J’ai placé des lettres de toutes les couleurs cousues à la main dans des espaces ordinaires qui ne portaient pas de traces de la vie quotidienne pour signaler le reniement de l'histoire. Cette intervention dans l’espace ainsi que la répétition des formules bouleversèrent l’ordre paisible des choses tout en créant un lien entre l’enfance, le lieu, la mémoire et le trauma.

Infiltrés dans les jointures des murs de pierres, cachés derrière les portes des caves, attendant dans les escaliers, les mots et sentiments d’effroi pénètrent et affectent les pensées et la sensibilité des curieux. La présence du photogaphe et le "regard insistant de l'appareil, à la fois absent et observateur" le prouve, tel un témoin des évènements réels ou imaginaires.

J’ai intuitivement cherché des lieux ordinaires, emplis d’émotions, qui pouvaient, en quelque sorte, me rapprocher de ce que je ne pouvais pas connaître ou voir mais de ce que je ressentais ou de ce dont j’essayais de me souvenir. Dans les cages d’escaliers, aux coins des bâtiments, dans les ruelles et embrasures de portes, mes photographies commençaient à réactiver les souvenirs, considérant constamment les enfants qui se cachaient, qui furent deportés et assassinés.

En présentant sans détour le nom de famille et l’identité d’un enfant dans un espace où le visiteur peut percevoir et contaster la souffrance physique et émotionnelle, Je m'appelle Dreyfus, je suis juive suscite une conversation entre le langage, le traumatisme et la connaissance de soi-même. Proclamer “Je suis juif” avec une esthétique et un language enfantin me permettait de créer une distance avec mes propres sentiments. Comme l’a écrit Lauren Berlant à propos de cette installation, "la déclaration est monumentale, et si vous l'aviez dit exactement de la façon dont vous le sentiez, le bâtiment serait détruit".

En tant qu'artiste contemporaine et photographe animée par l’intime, ma pratique artistique se situe dans un espace créatif caractérisable comme un "espace entre les pensées et les impulsions émotionelles les plus profondes". Je pense que l'art contemporain est ce déclic visuel et symbolique où les spectateurs peuvent découvrir des concentrés d'idées et d'émotions provenant d'évènements effroyables et qui donnent la possibilité à de nouveaux mots d’émerger et à de nouvelles experiences visuelles d’être imaginées.



Ella Dreyfus, 2014
Translation by Claire Monneray, 2015



Références

[1] Marianne Hirsch, The Generation of Postmemory: Writing and Visual Culture after the Holocaust, Columbia University Press, 2012

[2] Christine Buci-Glucksmann, Bracha Lichtenberg Ettinger, Images of Absence in the Inner Space of Painting. Dans Catherine de Zegher, Inside the Visible: An elliptical traverse of 20th century are, in, of, and from the feminine. MIT Press 1996
[3] Lauren Berlant, entretien avec Ella Dreyfus à propos de l’ œuvre Je m’appelle Dreyfus, je suis juive au Banff Research in Culture Visual Arts Residency, The Banff Centre, Canada, June 2014

[4] Georges Didi-Huberman, Artistic Survival. Dans Marianne Hirsch, The Generation of Postmemory: Writing and Visual Culture after the Holocaust. Columbia University Press, 2012

Ella Dreyfus Contemporary Visual Arts And Research Exhibitions


To view other art exhibitions click here www.elladreyfus.com


E L L A  D R E Y F U S

Contemporary Art Photography Research

What was I thinking when I installed these words in public places in Paris in June 2013? Or perhaps more precisely, what was I feeling? When I cycled around Paris looking for signs of Dreyfus's, dead or alive, what did I hope to find? And how could I have known what calamitous events would unfold in the streets of Paris in 2014 and 2015?


With uncanny prescience, I created a series of contemporary artworks that resonate with the current international political environment.  In the opening weeks of 2015 there was a monumental wave of “Je suis” solidarity trends across the world in response to world tragedies and traumas: Je suis Charlie, Je suis juif, Je suis muslim, Je suis juive et arabe, je suis Tunisien, je suis Bardo, and on it goes....


Je m'appelle Dreyfus, je suis juive
My name is Dreyfus, I am a Jew



In 2013, when I found myself living in an artists’ colony in the Marais, the old Jewish quarter of Paris, something stirred inside me; I felt a heightened awareness of the legacy of bearing the family name Dreyfus; a name of great historical precedence in France, of sacrifice, heroism and rampant anti-Semitism; coupled with the excitement of being in such close proximity to centuries of calamitous events and the banality of the everyday places in which they occurred.


For the first time in my life, I rose to the creative challenge which had previously eluded me for years, how can one make artworks about the complex topic of European Jewish history, from both personal and non-personal perspectives, without appropriating or imitating others’ stories, devoid of clichés, and from a place of authenticity and affective representation.


Je m’appelle Dreyfus, je suis juive is a site specific art installation that reactivates national and cultural memories by evoking the experiences of Jewish children in times of war, whose family lives were shattered, whose homes were no longer safe. There is often an absence of words for children who experience trauma, and I tried to represent this loss.   


My arts research had previously focussed on ideas about shame and the aesthetics of intimacy in contemporary art, and in Paris I became interested in the close relationship between shame and trauma. In particular, to the inherited sense of shame embedded in some Jewish people’s identity by the transmission of inter-generational traumatic knowledge. This phenomena is often described as ‘postmemory’[1] — the relationship between the transmitted memories, feelings and behaviours from victims or perpetrators of violence to the subsequent generations who did not experience the trauma themselves. 


Dreyfus, Dreyfus, Dreyfus; the name surrounded me, as a living and well as a dead currency. From the long lists of Dreyfus’s engraved on the Wall of Names at the Holocaust Memorial Museum, to the statues, squares and libraries dedicated to the memory of the famous Captain Alfred Dreyfus, to shops, companies, merchants, attorneys and to real Parisians who bore my name.  I recalled the memories of my father and his brother’s lucky escape from Nazi Germany to Australia as young children.


I set out into the streets of Paris looking for the sites and sights of Dreyfus’s, real or imagined, to get close to something out of reach, to penetrate beyond the surface, returning to the impossible; of recalling, retelling or revealing the experience of those who lived, died and still live, as Jews in this famous city.


I selected locations in Paris that evoked the psychological environment of childhood traumas, suggesting past events and the places in which they occurred. The hand-stitched coloured letters were placed in bland, architectural spaces that bore few traces of everyday life to represent the disavowal of history. The intervention into the scene and repetition of the phrases disrupted the calm order of normality and a relationship between the childhood, place, memory and trauma was activated.


Seeping into the mortar between the stone walls, hiding behind the cellar doors, waiting in stairwells, the language and feelings of dread penetrate and affect the minds and emotions of onlookers. The presence of the photographer and the camera’s “insistent gaze of absence, of testimony”[2] provide the proof, acting as a witness to the real or imagined events. 


I intuitively sought ordinary, but affective places, which might somehow bring me closer to that which I could not know, or see, but sensed and tried to remember; I began making artworks to reactivate memories of the past, in such places as stairwells, corners of buildings, alleyways and doorways; constantly thinking of the children who were hidden, deported and murdered.


 Je m’appelle Dreyfus, je suis juive evokes a dialogue between language, trauma and self-hood, by presenting the child’s family name and identity, writ large, for all to see, where the viewer can testify and bear witness to the physical and emotional pain that resided there. By saying “I am Jewish” in public, but saying it in a child’s linguistic, visual tongue, is also a withdrawal from what I felt. As Lauren Berlant explained about this work, “the statement is monumental, and if you said it in the actual way you feel it, the building would be destroyed.”[3]


 As a contemporary artist who responds to inner drives, my art practice is located in the creative place identified as ‘the space between thought and the deepest emotional impulses”[4]. I believe that contemporary art can be a visual and symbolic prompt, where audiences might find a distillation of ideas and feelings about catastrophic events, making room for other words to emerge and new visual experiences to be imagined. 



Ella Dreyfus, 2014



References

[1] Marianne Hirsch. The Generation of Postmemory: Writing and Visual Culture after the Holocaust Columbia University Press, 2012

[2] Christine Buci-Glucksmann, Bracha Lichtenberg Ettinger: Images of Absence in the Inner Space of Painting. In Catherine de Zegher. Inside the Visible: An elliptical traverse of 20th century are, in, of, and from the feminine. MIT Press 1996

[3] Lauren Berlant in a recorded conversation with Ella Dreyfus about Je m’appelle Dreyfus, je suis juive at the Banff Research in Culture Visual Arts Residency, The Banff Centre, Canada, June 2014

[4] Georges Didi-Huberman, Artistic Survival, in Marianne Hirsch. The Generation of Postmemory: Writing and Visual Culture after the Holocaust. Columbia University Press, 2012


​This is a shortened version of a paper presented at The Future of the Past Conference: Representing the Holocaust, Genocide and Mass Trauma in the 21st Century, Deakin University, Melbourne, Australia 6 - 8 July, 2014.